Am Dallmannkai und der neuen Hafencity sollte die bestehende Kaimauerwand aus Klinkermauerwerk, Baujahr 1870, komplett saniert werden.
Durch Ablösungen der vorderen Verblendschale konnte das Wasser in den noch nicht sanierten Bereich die Andichtungen der Spundwände strömen, so dass durch die bestehende Fuge die Baugrube bei Hochwasser immer wieder voll lief.

Die Firma DBS Reuting GmbH in Hamburg erhielt von der Arbeitsgemeinschaft Dallmeinkai H.C.Hagemann / SR.Holst, den Auftrag, acht Stück Kernbohrungen 200 mm Durchmesser in die bestehende Fuge der abgelösten Verblendschale senkrecht zum Fugenverlauf die Kaimauer mit einer Tiefe von 6,6 bis 8,7 Meter aufzubohren (gesamte Tiefe der Kaimauer 11 Meter) und das Bohrgut aus dem Loch zu entfernen. Die Arbeiten wurden mit einem Bohrständer von Hydrostress BC-2l, Länge 1,8m und Schraubbohrkornen in der Länge von 1m von der Firma Dieckmann, System B, Flach 19mm imprägnierte Matrix: EH, ausgeführt.
Bei den Arbeiten wurde ständig ein Kran von der ARGE vorgehalten.

Die Schwierigkeit der Arbeiten war, dass sich beim Bohren loses Mauerwerk in der Bohrkrone verkeilte, was ein Weiterbohren unmöglich machte. Teilweise konnte nur 30cm gebohrt werden, hin und wieder bis zu einem Meter. Es musste dann die Krone gezogen werden, ausgeklopft und weiter gebohrt werden. Am Ende der Bohrung wurde mit einer Kernfangfeder gearbeitet und so tief gebohrt, bis der Kern abbrach und sämtliches Bohrgut aus dem Loch entfernt werden konnte.
Da die Arbeiten in der unmittelbaren Nähe des Kreuzfahrtterminals lag, konnten bei den Arbeiten ständig ein- und auslaufende Schiffe sowie die Queen Mary 2 beobachtet werden.

Pro Bohrung wurde ein Tag mit 8 bis 10 Stunden und mit zwei Mann gebohrt.
Nach Beendigung der Bohrarbeiten wurde das Bohrloch mit Beton verfüllt und somit diente die Plombe als Wassersperre.
Die Arbeiten wurden zur vollsten Zufriedenheit der ARGE ausgeführt.